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Herausforderung

Legacy System: "Never change a running system." Der teuerste Irrtum im Mittelstand.

Das System rennt nicht mehr. Es humpelt. Und es zieht den ganzen Betrieb mit runter.


Die Realität

Deine Mitarbeiter sind nicht unmotiviert. Sie arbeiten heute noch mit einer Oberfläche die aussieht wie Windows 95.

"Never change a running system" ist einer der gefährlichsten Sätze im deutschen Mittelstand. Er klingt nach Pragmatismus. Er ist in Wirklichkeit aufgeschobene Kapitulation.

Das System, um das es geht, läuft nicht mehr. Es humpelt. Es braucht Workarounds für Workarounds. Es braucht Mitarbeiter die sich über Jahre ein geheimes Wissen aufgebaut haben das nirgendwo dokumentiert ist. Und es kostet jeden Tag Energie, die besser woanders eingesetzt wäre.

Dazu kommt: wenn Mitarbeiter im Vertrieb oder Kundenservice täglich unnötige Mehrarbeit leisten müssen weil das System nervt, und die Lösung auf "in 24 Monaten" verschoben wird, dann kündigen die besten Leute. Zurecht.

2 Jahredauert ein typisches ERP-Rollout im Mittelstand. Während dieser Zeit hat die IT für nichts anderes Kapazität.
0kleine Anpassungen sind während eines Großprojekts möglich. "Keine Kappa" wird zum Standardsatz.
12 Monateist die durchschnittliche Antwort der IT wenn der Vertrieb eine dringende Anpassung am Angebotsgenerator braucht.
Erkennst du das?

Drei Situationen die entstehen wenn das Legacy System zur Dauerlösung wird.

Diese Situationen kennen wir aus fast jedem Unternehmen das zu uns kommt.

Das Ticket das niemand bearbeitet

Der Vertrieb braucht eine kleine Anpassung am Angebotsgenerator. Ticket an die IT. Antwort: "Geht aktuell nicht, wir stecken im großen ERP-Rollout. Frühestens in 12 Monaten." Der Vertrieb baut die Angebote ein weiteres Jahr mit Workarounds. Frustlevel: 100%.

Das Ergebnis: Die beste Vertriebskraft kündigt. Nicht wegen des Gehalts.

Das Wissen das nirgendwo steht

Das System wird von einem Mitarbeiter betrieben der seit 15 Jahren dabei ist und als einziger weiß wie man bestimmte Dinge darin erledigt. Kein Handbuch. Keine Dokumentation. Wenn er geht, geht das Wissen mit.

Das Ergebnis: Das Unternehmen ist erpressbar von einem System das niemand mehr versteht.

Das Mega-Projekt das alles einfriert

Die Standard-Antwort: komplett rausreißen, neues ERP für eine Million Euro, Dauer zwei Jahre. Während die IT am neuen Projekt arbeitet, bleibt keine Kapazität für alltags-Anpassungen. Zwei-Jahres-Freeze für ein System das zur Einführung bereits wieder veraltet ist.

Das Ergebnis: Ein 30-Monate-Projekt blockiert nicht nur das Budget, es killt die Innovation.

Der typische Fehler

Der Öltanker oder nichts. Warum das falsch ist.

Die IT-Welt hat lange eine Antwort auf Legacy Systeme gehabt: alles rausreißen, großes Plattformprojekt, neues ERP einführen. Ganzheitlich. Zukunftssicher. Integriert.

Das klingt gut. Die Realität sieht anders aus.

Ein 30-Monate-Projekt friert die komplette IT-Kapazität ein. Jede Anfrage aus dem Tagesgeschäft bekommt dieselbe Antwort: keine Kapazität. Und wenn das neue System nach zwei Jahren live geht, ist es manchmal bereits wieder das neueste von gestern.

Dazu kommt: die Angst vor Insellösungen. "Wenn wir verschiedene spezialisierte Tools nutzen, haben wir plötzlich zehn Systeme die nicht miteinander reden." Das war früher ein legitimes Problem. Jede moderne Lösung hat heute offene APIs. Systeme die sich über Make.com, Zapier oder n8n verbinden lassen, oder mit einem kleinen Python-Skript. Der Öltanker ist kein Qualitätsmerkmal mehr. Er ist eine Entscheidung aus der Vergangenheit.

Der MacNorris Ansatz

Best-of-Breed statt Öltanker. Und manchmal reichen zwei Tage.

Es gibt eine Alternative zum Mega-Projekt. Sie heißt Best-of-Breed: der Vertrieb holt sich das beste Vertriebs-Tool, der Service das beste Service-Tool, und beide werden über offene APIs miteinander verbunden.

Der Vorteil: die Fachabteilung kann selbst evaluieren, einführen und anpassen. Ohne dass die zentrale IT monatelang blockiert wird. Spezialisierte Partner helfen wenn man nicht weiterkommt. Kein Vendor-Lock-in mehr. Das Risiko verteilt sich auf mehrere Systeme. Fällt ein Tool aus oder wird schlechter, wechselt man es. Nicht das gesamte Fundament.

Und manchmal braucht es nicht mal ein neues System. Manchmal schließen wir uns zwei Tage mit der IT ein. Am Ende hat man etwas geschafft das eigentlich erst in zwei Jahren umgesetzt werden sollte. Nicht weil wir Zauberer sind. Sondern weil niemand vorher die richtigen Fragen gestellt hat.

Aus der Praxis

Kein Mega-Projekt. Zwei Tage. Ein Problem gelöst das seit drei Jahren wartet.

Ein Vertriebsteam arbeitet mit einem CRM aus 2014. Das System kann nicht was der Vertrieb braucht. Die IT sagt: Wir tauschen das komplett aus, neues Projekt, frühestens nächstes Jahr. Das Vertriebsteam hat das dreimal gehört.

Wir schauen uns eine Woche lang an was konkret nervt. Ergebnis: ein einzelner manueller Prozess der täglich eine Stunde kostet lässt sich mit einer API-Verbindung zu einem spezialisierten Tool lösen. Kein neues ERP. Kein Jahresprojekt.

  • Problemanalyse in zwei Tagen
  • API-Verbindung zu spezialisiertem Tool gebaut
  • Manueller Prozess von 60 Minuten täglich eliminiert
  • IT-Kapazität nicht belastet
  • Fachabteilung kann Tool selbst weiterentwickeln
  • Nächste Baustelle identifiziert: ebenfalls lösbar ohne Mega-Projekt
Manchmal schließen wir uns zwei Tage mit der IT ein. Am Ende hat man was geschafft, was eigentlich erst in zwei Jahren umgesetzt werden sollte.
Häufige Fragen

Was ihr uns zum Thema Legacy System meistens fragt.

STECKT IHR IM GROSSPROJEKT FEST? LASST UNS REDEN.

Beschreibt uns kurz wo der Schuh am meisten drückt, wir sagen euch in einem Gespräch was realistisch und schnell lösbar ist.

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