
Wer einen Digitalisierungsberater sucht, hat meistens eines von zwei Problemen.
- Entweder: man weiß dass sich etwas ändern muss, aber nicht genau was oder wie. Zu viele Meinungen, zu wenig Klarheit, und irgendwo da draußen soll jemand sein der das sortiert.
- Oder: man weiß genau was man will. Die Idee ist klar, die Richtung steht. Aber intern fehlen die Kapazitäten oder die richtigen Menschen um es umzusetzen. Also sucht man jemanden der hilft.
Beides ist legitim. Beides ist verständlich. Und für beides gibt es eine Menge Angebote da draußen. Die Frage ist nur: was bekommt man wirklich?
Die zwei Typen von Menschen die das lesen.
Wer gerade nach einem Digitalisierungsberater sucht, ist meistens einer von zwei Typen.
Typ 1: Du weißt dass sich etwas ändern muss, aber nicht genau was. Die Prozesse hängen, die Systeme reden nicht miteinander, das Team arbeitet an der Kapazitätsgrenze. Irgendetwas stimmt nicht, du kannst es benennen aber noch nicht lösen.
Typ 2: Du weißt genau was du willst. Die Richtung ist klar, die Idee steht. Was fehlt sind Menschen die es umsetzen. Intern nicht vorhanden, extern noch nicht gefunden.
Für beide gilt dasselbe: was du brauchst ist keiner der das Problem noch einmal analysiert. Was du brauchst ist jemand der anfängt.
Was du suchst. Und was du oft kriegst.
Du suchst jemanden der versteht was kaputt ist, der klar sagt was er denkt, und der anfängt. Am besten morgen.
Was du oft kriegst: einen Strategieworkshop. Dann einen zweiten. Dann ein Dokument mit Best Practices. Dann eine Präsentation mit Handlungsempfehlungen für Dinge die intern ohnehin alle schon wussten. Und dann ein Angebot für Phase zwei.
Das ist keine Bosheit. Das ist das Modell. Wer nach Stunden bezahlt wird hat keinen Anreiz kürzer zu machen. Wer Mandate verlängern will nickt Ideen ab statt unbequeme Fragen zu stellen.
Berater vs. Macher. Der Unterschied in der Praxis.
- Der Berater macht Strategieworkshops.
Der Macher macht die Motorhaube auf, sagt ehrlich was er denkt, und schlägt vor morgen mit XYZ anzufangen. - Der Berater liefert eine PowerPoint mit Best Practices.
Der Macher baut dir morgen eine Lösung, damit die Leute endlich wieder vernünftig arbeiten können. - Der Berater nickt deine Ideen ab, um das Mandat zu verlängern.
Der Macher legt den Finger in die Wunde, stellt unangenehme Fragen und sagt dir auch, dass die aktuelle Softwarearchitektur schlichtweg Schrott ist. - Der Berater analysiert, spricht mit allen, malt Folien und liefert eine Handlungsempfehlung ab.
Der Macher hat schon etwas erschaffen, bevor der Berater angefangen hat Folien zu malen.
Warum das gerade jetzt wichtiger ist als je zuvor.
In Zeiten von KI ist Zeit ein kritischer Faktor. Alles passiert schneller. Wer heute nicht anfängt, schaut morgen zu wie andere drei Schritte weiter sind.
Monatelange Analysephasen waren schon immer teuer. Heute sind sie auch noch gefährlich. Morgen starten, übermorgen validieren: das ist was den Unterschied macht. Nicht weil man unüberlegt handeln soll, sondern weil Klarheit durch Tun entsteht, nicht durch Folien.
Während andere noch das Handbuch lesen, hat der Macher schon den Schraubenschlüssel in der Hand.
Wann brauchst du welchen?
Ehrlich gesagt: es gibt Situationen wo klassische Beratung sinnvoll ist. Wenn ein Unternehmen wirklich nicht weiß wo es steht, wenn komplexe Stakeholder-Landschaften aligned werden müssen, wenn externe Validierung intern politisch notwendig ist.
Aber das sind Ausnahmen, keine Regel.
Wer konkrete Ideen hat und jemanden sucht der umsetzt: Macher.
Wer weiß dass etwas kaputt ist und jemanden sucht der ehrlich sagt was: Macher.
Wer einen Schuldigen für die nächste Entscheidung braucht: Berater.
Was einen Macher ausmacht.
Nicht das Werkzeug. Nicht die Methode. Die Haltung.
Ein Macher misst sich am Ergebnis, nicht am Output. Nicht an der Anzahl der Folien, nicht an den abgehakten Meilensteinen, nicht am Abschlussbericht. Sondern daran ob es danach besser läuft.
Ein Macher sagt was er denkt. Auch wenn es unbequem ist. Auch wenn die Architektur Schrott ist. Auch wenn die Idee des Geschäftsführers nicht funktioniert. Wer das nicht sagt optimiert für das eigene Mandat, nicht für das Ergebnis.
Ein Macher fängt an. Schnell, mit dem was da ist, und justiert unterwegs. Nicht weil er unvorbereitet ist, sondern weil er weiß dass echte Erkenntnisse im Tun entstehen, nicht im Planen.
Digitalisierungsberater gibt es viele. Wirklich viele.
Wer die Motorhaube aufmacht, ehrlich sagt was Sache ist, und morgen anfängt: das ist eine andere Geschichte. Und genau das ist es was Unternehmen gerade brauchen.
Wir sind Macher aus Überzeugung. Wie wir das angehen steht im Playbook.
— Robert
