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Remote Work scheitert am Vertrauen, nicht am Homeoffice

Remote Work ist in Deutschland gescheitert, aber nicht aus den GrĂŒnden die die meisten nennen. Es liegt nicht am Homeoffice, es liegt am Vertrauen.

▶ 2 Min. Lesezeit·Robert Cwicinski— Founder & Problemlöser; Spieler Nr #31

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Remote work

Nach Corona haben es viele Unternehmen kurz mal ausprobiert. Zwangsweise. Und jetzt? Hybridmodelle mit festen BĂŒrotagen, Anwesenheitspflicht auf Nachfrage, und FĂŒhrungskrĂ€fte die heimlich zĂ€hlen wer wann im Slack aktiv ist. Remote Work ist in Deutschland gescheitert, aber nicht aus den GrĂŒnden die die meisten nennen.

Anwesenheit ist keine ProduktivitÀt

Das grĂ¶ĂŸte MissverstĂ€ndnis in deutschen Unternehmen: Anwesenheit wird mit ProduktivitĂ€t gleichgesetzt. Wer im BĂŒro sitzt, arbeitet. Wer zuhause ist, schaut Netflix.

Die RealitĂ€t: Ich kann auch fĂŒnf Stunden im BĂŒro auf Instagram verbringen wenn gerade wenig los ist. Niemand sieht es. Niemand misst es. Aber wenn ich dasselbe zuhause tue, bin ich faul.

Der Unterschied ist nicht die ProduktivitÀt. Der Unterschied ist die Sichtbarkeit. Und Sichtbarkeit ist kein Business-Ziel.

Das Leben passt nicht in BĂŒrozeiten

Jeder Mensch hat schlechte Tage. Jeder muss mal zum Arzt. Der Zahnarzt hat nur um 9:30 Uhr einen Termin frei, und der Mitarbeiter nimmt einen halben Urlaubstag, weil er sonst "fehlt". Das ist absurd.

Wer seinem Team nicht zutraut, einen Arzttermin selbst zu managen ohne dass die Arbeit leidet, hat ein Vertrauensproblem. Kein Remote-Problem.

Warum die Transformation meist scheitert

Ich habe nur wenige Unternehmen gesehen die es geschafft haben, erfolgreich zu Full-Remote zu transformieren. Aber viele die von Anfang an remote-only waren und es problemlos leben. Der Unterschied: Letztere haben nie eine andere Kultur gekannt.

Bei ersteren sitzt das Management irgendwo zwischen "wir versuchen es mal" und "eigentlich wollen wir alle wieder ins BĂŒro". Und das spĂŒrt das Team sofort.

Remote Work funktioniert nicht als Kompromiss. Es braucht volles Commitment von oben, sonst ist es nur Homeoffice auf BewÀhrung.

Was wirklich funktioniert

Vertrauen ist keine Einstellung die man per Memo einfĂŒhrt. Es zeigt sich darin wie Ergebnisse gemessen werden, nicht Stunden. Wie Meetings strukturiert sind, asynchron first, nicht Pflichtanwesenheit. Wie FĂŒhrungskrĂ€fte selbst arbeiten.

Wer als Chef jeden Tag um 8 ins BĂŒro fĂ€hrt und das still erwartet, hat Remote nie wirklich gewollt. Full-Remote funktioniert wenn das Management von Tag eins vollstes Commitment zeigt. Nicht als Experiment. Als Entscheidung.

Remote Work scheitert nicht weil Menschen zuhause nicht arbeiten können. Es scheitert weil Unternehmen Kontrolle mit FĂŒhrung verwechseln. Und das ist kein Remote-Problem. Das ist ein Managementproblem das im BĂŒro genauso existiert. Nur unsichtbarer.

— Robert

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Robert Cwicinski

Robert Cwicinski

Founder & Problemlöser; Spieler Nr #31

Berater, Macher, brutal ehrlich, seit 2005. ADHS. Wenn etwas kaputt ist, will ich es reparieren. Aber zuerst will ich verstehen, warum.

Keine Agenda.

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